ALBERGO DIFFUSO
FORGARIA MONTE PRAT

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Albergo Diffuso Forgaria Monte Prat
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Die Geschichte unseres Gebiets

In dieser Sektion der Website wollen wir die Geschichte unserer Gegend mit unseren Besuchern teilen, damit sie die Begebenheiten verstehen, die unser Land und das Leben der Bewohner von Forgaria geformt und bestimmt haben.

In 262 m Meereshöhe gelegen, nimmt Forgaria ein Gebiet von 29,73 km ein. Zusammen mit den Ortschaften Cornino, San Rocco, Flagogna und Monte Prât zählt es zirka 2000 Einwohner.
Das Gebiet, einst von keltisch-karnischer Bevölkerung bewohnt, war eine wichtige Schnittstelle der Wege, die entlang des Tals des Arzinoflusses und durch die Talebene des Sees der Drei Gemeinden (Lago dei Tre Comuni) zwischen Poebene und Noricum verliefen. Auf diesen antiken Wegen folgten Römer, dann Langobarden und Karolinger auf die Kelten.
Von der strategischen und Handelsbedeutung der Stätten zeugen zahlreiche Schlösser, die in mittelalterlicher Zeit an der Stelle von vorher bestehenden, vergleichbaren Bauten angelegt wurden, welche ihrerseits der Verteidigung und Kontrolle des Territoriums gedient hatten.
Von einigen dieser Schlösser bestehen noch heute bemerkenswerte Überreste; römischen Ursprungs, ist das Castel Raimondo bei Forgaria Gegenstand einer qualifizierten Geschichtsforschung, die die Verwirklichung eines archäologischen Parks mit europäischem Bezug vorsieht; langobardischen Ursprung hat hingegen das Castello di San Giovanni bei Flagogna.

Der Kulturpark von Castelraimondo vereint archäologische und geschichtliche Zeugnisse einer sehr antiken Vergangenheit mit einem natürlichen Hintergrund von großer Schönheit und offenbart sie den Besuchern auf einem unbeschwerlichen Spaziergang. Der Zuc 'Schiaramont (441 m Meereshöhe) beherrscht einen weiten Teil des Flusslaufs des Tagliamento, von Osoppo bis zum Meer und von dem schmalen Arzinotal, das auf einem kürzeren und geschützteren Weg zur Valle del But führt, bis hin nach Karnien und zu den Alpenpässen.

Aufgrund seiner hochgelegenen und strategischen Position war die Zwischenspitze des Hochlands in vorrömischer Epoche (4. Jh. v. Chr.) Sitz eines befestigten Dorfes, das später von den Römern in eine Festung umgewandelt wurde (1. Jh. v. Chr. – 5. Jh. n. Chr.). Mehrmals zerstört und wieder aufgebaut, diente es in hochmittelalterlicher Zeit als Zufluchtsort im Gefahrenfall für die Bewohner der Ebene, später als zeitbedingter Sitz für die Hirten, und kehrte schließlich im 10. Jh. n. Chr. zur landwirtschaftlichen Nutzung zurück.

Castelraimondo
Castelraimondo

Zwischen 13. und 14. Jahrhundert wurde auf der tiefsten Spitze des Höhenzugs (428 m Meereshöhe), die 'Schiaramont' genannt wird, ein Schloss errichtet, das vom Patriarch von Aquileia Raimondo della Torre in Auftrag gegeben worden war, um dem Rivalenschloss von Flagogna zu trotzen. Nach zahlreichen blutigen Kämpfen wurde es schließlich in Brand gesetzt, zerstört und vernichtet. Mit seinen Steinen, so erzählt man, wurden die Häuser und Kirchen der Ortschaften Grap, Sac und Val gebaut.
Lehensgut zahlreicher Herren aus mittelalterlicher Zeit nach 1300 und bis 1797, wurde Castelraimondo der Herrschaft von Savorgnan unterstellt. Nach der Herrschaft von Venedig wurde es 1806 in napoleonischer Epoche zu einer freien Gemeinde, folgte den Begebenheiten des Friauls und wurde schließlich Teil des Königreichs Italien. Nach dem Rückzug von Caporetto (1917) war die Gemeinde Schauplatz verschiedener Episoden, in die die Bevölkerung und das Heer verwickelt waren. Nach dem Erdbeben (1976), das auch die Bürger und Häuser von Forgaria nicht ersparte, wurde es mit antiseismischen Techniken wieder aufgebaut; die ländliche Architektur ist in der Gegend von Sompcornino und in den kleinen Dörfern von Monte Prât gut erkennbar, die vom Beben am wenigsten betroffen waren.

Die wichtigsten Bezugsdenkmäler sind die Kirchen, neben einer interessanten Reihe von Ikonen und Votivkerzen. Diese wurden einst entlang der Durchzugsstrassen, die das gesamte Gemeindegebiet übersäen, verwirklicht. Und es ist wunderbar, sie am Wegrand zu entdecken….

Die Hochebene von Monte Prât ist ein ausgedehntes Plateau, das vom Fluss Arzino im Western und dem tiefer gelegenen Cjanèt-Tal im Osten begrenzt ist; im Süden hingegen fällt es rasch zu den Hügeln von Forgaria ab, während es im Norden bis zu den Füβen des steilen Cuar-Berges ansteigt. Die Höhe des Hochplateaus liegt zwischen 700 und 900 m über dem Meeresniveau.
Historisch gesehen wurde das Plateau immer zu landwirtschaftlichen Zwecken und für die Milchviehzucht verwendet; daher stehen hier ländliche Bauten, die das Dasein von Menschen und Tieren ermöglichen.
Heute sind sie prächtig renoviert und in ein Albergo Diffuso verwandelt worden ("Forgaria Monte Prât" mit 81 Schlafplätzen).

Cimano-Brücke
Cimano-Brücke

Da die Gemeinde von Wasser umkreist ist (der Fluss Arzino auf der einen Seite und der Tagliamento auf der anderen) nehmen die Brücken in der Gegend, also die Cimano-Brücke am Tagliamento und der Ponte dell'Armistizio am Arzino, eine wichtige Rolle ein.
Die erste entstand als Zugverbindung der Linie Spilimbergo–Gemona im 1913, während der beiden Weltkriege stellte sie einen strategisch äusserst bedeutsamen Punkt dar, und gerade an dieser Stelle kamen, während des Rückzugs von Caporetto und infolge eines misslungenen Versuchs zur Sabotage der Brücke, die deutsch-österreichischen Truppen vorbei, was zu einer der schrecklichsten und blutigsten in Erinnerung gebliebenen Kriegsepisoden geführt hat; die Schlacht am Monte Prat und die Schlacht von Pradis. Zur Erinnerung an diese Schlachten wurden seit kurzem sowohl am Monteprat als auch in Pradis alle Wege, auf denen sie stattgefunden haben, wieder eröffnet und beschildert. Im zweiten Weltkrieg, mit dem Aufkommen der Luftfahrt, wurde die Brücke heftig bombardiert und unbrauchbar gemacht. Eine kuriose Geschichte ist die der kleinen, aber unentbehrlichen Brücke Ponte dell'Armistizio über den Arzino: sie wurde nämlich in etwas mehr als einem Jahrhundert ganze drei Mal vollständig wiedererrichtet.

ponte dell'Armistizio
ponte dell'Armistizio

Die erste Brücke von Flagogna auf dem Arzino befand sich etwas weiter nördlich als die gegenwärtige; sie wurde 1823 aus Holz gebaut und 1852 renoviert. 1916 wird die Brücke zwecks der Errichtung einer neuen demoliert. Diese wird in Form einer Einbogenbrücke von der Baufirma Petrucco aufgerichtet, um nur zwei Jahre später, gegen Ende des ersten Weltkriegs, von den Österreichern im Rückzug dem Erdboden gleich gemacht zu werden. Die dritte Brücke wird 1919 erbaut und hat den heutigen Namen 'dell'Armistizio' ('des Waffenstillstands') erhalten, da neben der zerstörten Brücke - wo nun die neue entstanden ist – eine kleine Gruppe von Radfahrern des 12. Regiments der Bersaglieri (Scharfschützen) die letzen Gewehrsalven auf den fliehenden Feind geschossen hatte. Wie die vorhergehende wurde sie als Einbogenbrücke errichtet, um sie vor dem Hochwasser des Flusses zu bewahren. Diese währte bis 1944, als sie kurz vor Kriegsende von einem Partisanenkommando zerstört wurde, um den Durchzug der deutschen Verstärkungstruppen zu verhindern. Die letzte Brücke wurde 1946 erbaut, sieht ihrer Vorgängerin ähnlich und wurde von der selben Baufirma (Petrucco) angefertigt.

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