Auf 262 m über NN. gelegen, erstreckt sich Forgaria nel Friuli über ein Gebiet von 29,73 Quadratkilometer und zählt rund 2.000 Einwohner, die sich auf die Ortschaften Cornino, Flagogna, San Rocco und Monte Prat verteilen. Das einst von keltisch-karnischer Bevölkerung bewohnte Gebiet, war ein wichtiger Kreuzungspunkt der Straßen, die entlang des Tals des Wildbachs Arzino und durch die Talebene des Lago dei Tre Comuni (See der drei Gemeinden) zwischen der Poebene und Noricum, verliefen.
Nach den Kelten, folgten die Römer, die Langobarden und die Karolinger diesen antiken Wegen. Von der strategischen Bedeutung, sowie von der Handelsbedeutung dieser Orte, zeugen die zahlreichen Schlösser, die im Mittelalter anstelle der früheren Verteidigungsbauten errichtet wurden. Die Ruinen von Castelraimondo in Forgaria und Castel San Giovanni in Flagogna geben davon Zeugnis. Der auf dem Hügel "Zuc Schiaramont" (441 m ü. NN.) liegende Park von Castelraimondo vereint archäologische und historische Zeugnisse römischen Ursprungs in einem Rahmen von bemerkenswerter natürlicher Schönheit. Aufgrund seiner erhöhten Position, war die Hügelspitze im Laufe der Zeit Standort eines befestigten Dorfes, dann eine Festung und schließlich das Sommerlager für die Schäfer im X. Jahrhundert. Nach dem schweren Erdbeben im Jahr 1976 wurde Forgaria wieder komplett aufgebaut: von der ländlichen Architektur sind einige Zeugnisse in der Umgebung von Sompcornino und Monte Prat sichtbar geblieben. Die oberhalb von Forgaria in einer Höhe von 700 bis 900 Metern gelegene Hochebene von Monte Prat, wurde schon immer zu landwirtschaftlichen Zwecken und zur Viehzucht genutzt. Aus diesem Grund sind in der Region zahlreiche Bauernhäuser vorzufinden, die mittlerweile restauriert und zu Ferienunterkünften des Projekts Albergo Diffuso Forgaria Monte Prat umgewandelt wurden.
Da die Gemeine vom Wasser umgeben ist (dem Fluss Arzino auf der einen Seite und dem Tagliamento auf der anderen), sind die Brücken von großer Bedeutung: die Brücke Ponte dell'Armistizio über dem Arzino und die Ponte del Cimano über den Tagliamento. Die erste Brücke hat eine besondere Geschichte: in etwas weniger als einem Jahrhundert wurde sie rund 3 Mal infolge der Kriegsgeschehnisse und des Nachgebens der Struktur zerstört und wieder aufgebaut. Die zweite hingegen entstand 1913 als Bahnlinie der Strecke Spilimbergo-Gemona. Auch diese Brücke war, aufgrund ihrer äußerst strategischen Lage und ihrer Position als Verbindungspunkt, ein Schauplatz entscheidender Kriegsbegebenheiten. Zunächst wurde die Brücke während des Ersten Weltkriegs sabotiert und dann durch die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg dem Boden gleich gemacht. Schließlich sind noch die zahlreichen, in der gesamten Gemeinde verteilten Kirchen zu erwähnen, insbesondere das Juwel des Monte Prat, eine kleine, San Floreano geweihte Bergkirche, sowie die in den versteckten Winkeln der Region zu entdeckenden Votivbilder.
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